So, ich schreib jetzt mal wieder einen Artikel. Einfach weil ich das Bedürfnis hab. Einfach weil ich gerade nicht weiß, mit wem ich reden soll. Man möchte die Leute ja auch nicht nerven. Vielleicht tu ich es hiermit trotzdem...egal. Wahrscheinlich hab ich gerade einfach nur wieder eine dieser Depriphasen, die ja bei jedem mal kommen und gehen.
Zum einen denk ich zur Zeit gezwungenermaßen über meine Zukunft nach dem Abi nach. Und ich hab keinen Plan, wie die aussehen soll. Ich beneide all die, die schon genau wissen, was sie wollen.
Es ist so furchtbar schwierig, wenn dein Umfeld einfach bestimmte Erwartungen hat. Das sollte einem aber eigentlich egal sein, es ist doch am wichtigsten, dass man selbst glücklich wird, oder? Oder klingt das egoistisch? In den letzten Monate, fast das letzte Jahr war ich alles andere als glücklich. Ok, wollen wir jetzt mal nicht alles schwarzreden, aber an so einem tag wie heute sehe ich irgendwie nur Negatives wenn ich zurückdenke....Ein Großteil der Zeit war bestimmt durch Angst, Verluste und Einsamkeit. Ein riesiges Loch hinterlässt vor allem mein Opa. "Die Erinnerung ist ein Fenster, durch das ich dich sehen kann, wann ich will." Ich erinnere mich ständig.
Doch war das nicht der einzige Verlust. Auf einmal schien sich alles zu verändern, und ich frag mich noch immer wieso. Ich hab das Gefühl, unglaublich viele Freunde verloren zu haben. Wahre Freundschaften wurden teilweise immer oberflächlicher, manche Kontakte scheinen ganz abgebrochen. Ich liebe alle diese Menschen noch immer, aber irgendwie hat sich was verändert, ich hab das Gefühl, das da irgendwas verloren gegangen ist. Ich kann niemandem Vorwürfe machen! Bloß frag ich mich einfach: Hab ich mich so sehr verändert? Hab ich mich vor allem negativ verändert? Ich weiß, Menschen verändern sich ja auch, aber ....Hat irgendwer Antworten?
Und dann verliere ich Menschen, wo der Kontakt einfach abgebrochen werden musste, da sie anscheinend Gefühle für mich hatten... klingt paradox, oder?
Ziehen wir Bilanz: Ich steh ziemlich alleine da, hab ich zumindest manchmal das Gefühl.
Ich wette, dass sich jeder manchmal ganz schön alleine fühlt, oder das Gefühl von Einsamkeit schonmal erlebt hat. Wünschen tu ich es niemandem.
Etwas Positives gibt es aber doch: gerade in schwierigen Zeiten hab ich gemerkt, dass ich nicht sagen darf, dass ich alleine bin. Denn dann würde ich ein paar Menschen beleidigen, die immer für mich da sind, die mir ihre Unterstützung bieten ohne irgendwas dafür im Gegenzug zu fordern. Menschen, bei denen ich mich immer wieder frage, womit ich sie verdient habe... und dann gebe ich mir die Antwort: Die hast du nicht verdient! Aber Gott schuf Engel ohne Flügel und nannte sie Freunde....Freunde, die für dich da sind,die keine Rechenschaft fordern, denen du vertrauen kannst, die dich kennen und dich doch lieben....
Diesen Menschen bin ich unglaublich dankbar, dass es sie gibt!
....Das tat mal gut... und letztendlich kam ich auch schon wieder auf positivere Gedanken....